Angeln in der Sächsischen Schweiz

Hufeisennase / pixelio.de

Hufeisennase / pixelio.de

Die sächsische Schweiz, der deutsche Teil des Elbsandsteingebirges, erstreckt sich vom südöstlichen Rand des Dresdner Ballungsgebietes bis zur Grenze der Tschechischen Republik.

Nicht nur für Kletterer und Wanderer bietet die bezaubernde Landschaft einen unwiderstehlichen Anreiz.

In insgesamt 44 Flüssen mit einer Gesamtlänge von 397 Kilometern findet sich dank mittlerweile exzellenter Wasserqualität eine Vielzahl von Fischen, die es in einzigartiger Atmosphäre zu beangeln gilt.
Erlaubnisscheine zum Angeln können vor dem Ausflug vor Ort oder im Internet beim Dresdner Anglerverband ‘Elbflorenz’ erworben werden. Unterschieden wird in Sachsen in allgemeine Erlaubnisscheine und solche für Forellengewässer.

Eine normale Tageskarte kostet den Angler circa elf, eine Wochenkarte 34 Euro. Das Tagesticket für Forellengewässer ist fünf Euro teurer, eine Option zur Wochenkarte besteht nicht.
Der Nationalpark ‘Sächsische Schweiz’ beherbergt eine reichhaltige Insektenfauna. Libellen, Köcher- und Eintagsfliegen tummeln sich hier über den Gewässern und stellen ein Grundnahrungsmittel für die Fische der Region dar.
Aus dieser Tatsache leitet sich natürlich die vorzügliche Eignung der Flusslandschaft zum Fliegenfischen ab! Eine Vielzahl gängiger Fliegenmuster verspricht hier einen außergewöhnlichen Erfolg. Forellen und Äschen sind permanent auf der Jagd nach oberflächennah schwebendem Getier – da braucht es für einen Anbiss meist nicht viele Auswürfe!
Einige Flüsse sollen nun im Besonderen mitsamt lohnenswerten Angelstellen vorgestellt werden.
Die Sebnitz gilt dank umfangreicher Renaturierungs- und Rekultivierungsmaßnahmen mittlerweile wieder als absoluter Geheimtipp, wenn es ums Lachsfischen geht. Im Gebiet in und um die Stadt Sebnitz herum können prächtige Forellen und Äschen von bis zu einem halben Meter Länge aus dem Fluss gefischt werden.

Aufgrund möglicher, kapitaler Fänge sollte die Schnurdicke hier auch beim Fliegenfischen nicht unter 0,15 mm Stärke gewählt werden!
Mit zunehmender Entfernung von der der Stadt Sebnitz, Richtung Elbe, vertieft sich das Flussbett dann zunehmend. Es finden sich zwar zusätzlich prächtige Bestände von Äschen und Bachsaiblingen, das Fliegenfischen ist hier aber sehr anspruchsvoll und nur noch echten Profis zu empfehlen.
Die Wesenitz bietet dank ihrer abwechslungsreichen Gewässerstruktur neben Lachsbeständen eine weitere interessante Artenvielfalt. Hier finden sich Hechte, Döbel und in der Eingangsündung zur Elbe auch Barben, die hier im Frühjahr bevorzugt zum Laichen verweilen.
Flussabschnitte im Liebethaler Grund gelten als besonders vielversprechend. Hier finden ständige Tiefen- und Strömungsvariationen statt, so dass mit größter Artenvielfalt auf engem Raum zu rechnen ist.
Die Polenz ist besonders für Einsteiger im Bereich des Fliegenfischens zu empfehlen. Dieser von einem Flachen Flussbett und schneller Strömung geprägte Fluss beheimatet kleinere Exemplare der Lachsartigen in großer Zahl. Hier kann mit feinem Material gearbeitet und leicht ein Fisch an Land gedrillt werden. Da sich an der Polenz vor allem Eintags-, Köcher- und Steinfliegen finden, sollten die Köder für den Haken nach deren Muster gewählt werden. Zudem besticht die Polenz durch beste Wasserqualität.

Es finden sich seltene Edelkrebse als sensible Bioindikatoren und signalisieren ein Rundum gesundes Biotop. Auch die besonders reizvolle Landschaft um das Gebiet der Polenz soll nicht unerwähnt bleiben.
Ein Wochenendtrip in die Sächsische Schweiz lohnt sich auf jeden Fall und bietet Fliegenfischern vom Anfänger bis zum Experten eine spannende Herausforderung.

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admin

2 Comments

  • locke said:
    17. August 2011 at 01:32

    sehr schöner Bericht!

    ein Freund von mir war vor kurzem auch dort angeln, der Text stimmt mit vielen Punkten von ihm überein! ;)

    • admin said:
      18. November 2011 at 13:04

      Vielen Dank für deinen Kommentar!